Lebenshilfe beendet ihr Jubiläumsjahr mit Fachtagung

zum Thema „Inklusive, sozialraumorientierte Jugendarbeit - gemeinsam machen wir uns auf den Weg!“

Der Fachtag am 7. Dezember in den MediaDocks gab wichtige Impulse und vergrößerte deutlich das Netzwerk. Eingeladen hatte die Lebenshilfe Ostholstein e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Lebenshilfe Schleswig-Holstein e.V.
„Das heute neben Verbandsvertretern auch Akteure aus dem Bereich Sport, der offenen Jugendarbeit, den zuständigen Fachdiensten des Kreises Ostholstein und aus den Schulen teilnehmen, freut mich besonders.“, so Susanne Voß, Vorstand Lebenshilfe Ostholstein. „Zeigt es doch, wie notwendig ein Dialog ist, der Begegnungen schafft und Austausch in Netzwerken ermöglicht.“

Wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog sich die These von Frau Prof. Dr. Gunda Voigts
„Mehr positive inklusive Erlebnisse zu ermöglichen, ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Weg
hin zu einer inklusiven Kinder- und Jugendarbeit.“. In Ihrem Impulsvortrag verwies sie aber auch
darauf „Finanzielle Planungssicherheit ist wichtig für inklusive Öffnungen. Denn mangelnde Finanzierung
ist ein großes Problem bei der Umsetzung inklusiver Projekte.“

Daran anknüpfend erklärte Frau Angelika Wohlert, Fachdienstleiterin Fachdienst Soziale Dienste
der Jugendhilfe des Kreises Ostholstein, wie sich Jugendarbeit vor Ort finanziert. Unter anderem
nannte sie Förderprogramme von „Aktion Mensch“.

Lena Middendorf von der Lebenshilfe Ostholstein e.V. stellte das Projekt „FIETe“ (Freizeit = Inklusion,
Engagement und Teilhabe erleben) als Best practice Beispiel vor. Im Rahmen von außerschulischer
Jugendarbeit wird Inklusion als positives Konzept erlebbar gemacht. Die Projektidee dabei
ist, dass Kinder und Jugendliche selbst inklusive Angebote entwickeln sollen und diese durch Projektmittel
der Aktion Mensch umsetzen können.

Auch Herr Rienecker, vom Verband Sport Jugend SH erzählte aus der Praxis wie der Landessport
inklusive Angebote im Bereich der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit organisiert und begleitet.
„Wichtig ist, dass wir Angebote schaffen für Peergroups, also altersspezifisch und dabei alle
mitnehmen.“

Ergebnis der anschließenden Workshops war die Beschreibung von Gelingensfaktoren und Konzepten
für eine inklusive Jugendarbeit. Auf die Frage „Womit möchte ich heute hier rausgehen?“
antwortet Lena Middendorf: „Mit mindestens einem Kooperationspartner für das Projekt FIETe.“
Kaum hatte sie es so formuliert, meldeten gleich mehrere Gemeinden starkes Interesse an. So sind
die Etablierung inklusiver Freizeitangebote für Jugendliche und die gleichberechtigte Teilhabe von
allen an eben diesen Angeboten erklärte, übergeordnete Ziele. Auf weitere Zusammenarbeit in einem
ähnlichen Rahmen haben sich die Teilnehmer für das kommende Jahr bereits jetzt verabredet.

Den Vortrag von Frau Prof. Dr. Gunda Voigts finden Sie hier zum Download.

Den Vortrag von Frau Lena Middendorf finden Sie hier zum Download.

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