Teilhabe ist Menschenrecht

Die Eingliederungshilfe steht zunehmend unter Druck: Bedarfsgerechte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung sind in Gefahr. In politischen Debatten wird Teilhabe immer häufiger relativiert oder gar in Frage gestellt.

Mit der bundesweiten Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“ der Lebenshilfe Bundesvereinigung setzen wir dem bewusst etwas entgegen. Ziel ist es, gemeinsam und sichtbar auf die Bedeutung von gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen – politisch wie gesellschaftlich.

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Warum ist das wichtig?

• Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf volle und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (UN-Behindertenrechtskonvention).

• Die Eingliederungshilfe ermöglicht selbstbestimmtes Leben und darf nicht gekürzt werden.

Aktuelle Lage

• Bund, Länder und Kommunen beraten bis Sommer 2026 über die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe.

• Der Finanzdruck ist hoch – es drohen Kürzungen oder Einschränkungen.

• Schon jetzt fehlen vielerorts Angebote, Wartelisten sind oftmals lang.

Unsere Kernbotschaften

• Eingliederungshilfe ist unverzichtbar – Sie sichert Menschenwürde und Selbstbestimmung.

• Freie Wohnortwahl bleibt bestehen – Wohnen außerhalb von Einrichtungen darf nicht erschwert werden.

• Pflege und Eingliederungshilfe sind gleichrangig – Kein Vorrang/Nachrang!

• Tarifkosten müssen finanziert werden – Sonst verschärft sich der Fachkräftemangel.

• Sozialrechtliches Leistungsdreieck erhalten – Schiedswesen stärken, um Angebote zu sichern.

Forderungen an Länder und Kommunen

• Teilhabe unabhängig von Schwere der Behinderung.

• Personenzentrierte Leistungen bewilligen.

• Vereinbarungen mit Leistungserbringern abschließen.

• Regionale Sozialplanung und inklusive Sozialräume fördern.

• Partnerschaftliche Zusammenarbeit und Selbstvertretung stärken.

Was können Sie vor Ort tun?

• Gespräch suchen mit Kommunalpolitik, Sozialdezernaten, Abgeordneten aus Land und Bund.

• Bedarfe sichtbar machen: Wartelisten, fehlende Angebote, Beispiele aus der Praxis.

• Menschen mit Behinderung einbeziehen: Selbstvertretung stärken.

• Öffentlichkeit informieren: Teilhabe ist Menschenrecht – Kürzungen gefährden dieses Recht.

 

Alle Informationen zur Kampagne auf der Website der Lebenshilfe Bundesvereinigung.

Flyer DinA5 zum Download

 

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